Erzählende Texte sind vielschichtige Gewebe. Ein erfahrener Lektor unterstützt Sie dabei, Manuskripte einzuschätzen und so zu überarbeiten, dass am Ende eine möglichst packende Geschichte herauskommt.
Hier geht es um unnötige Erklärungen, die niemals einem Spannungspunkt zuarbeiten, Sätze, die sich umständlicher ausdrücken als nötig usw. Es kommt vor, dass Manuskripte im Lektoratsprozess um ein gutes Stück kürzer werden. Am Ende kommt ein dichterer, knackigerer und mitreißenderer Text heraus.
Texte, die nicht ausreichend fokussieren, was eigentlich wichtig und interessant ist, haben es in der heutigen Zeit sehr schwer. Der vielzitierte rote Faden ist damit wichtiger denn je. Eine gute Erzählung verbindet nicht nur die Plotpunkte miteinander, sondern beachtet immer auch, wo sie den Blick und die Aufmerksamkeit der Lesenden hinlenkt.
Geschichten funktionieren auch, weil wir sie „für wahr halten“ können, sogar, wenn wir wissen, dass sie erfunden sind: „Suspension of Disbelief“ – das vorübergehende Ausschalten der eigenen Ungläubigkeit. Dafür müssen die Einblicke der Lesenden in die erzählte Welt konsistent und widerspruchsfrei sein. Das gilt für Fantasy ebenso wie für Krimis.
Romanfiguren sollen wie Menschen wirken, nicht wie Erzählfunktionen. Beim Schreiben hat man selbst eine Art „ganzen Menschen“ im Kopf – im eigenen Wahrnehmungstunnel kann deshalb leicht unklar werden, wie viel von diesem ganzen Menschen auch im Text erkennbar ist. Authentische Figuren sind meistens sehr wichtig für die Wirkung eines Romanes.
Eine Geschichte ist am erzählstärksten, wenn ihre Elemente miteinander harmonieren. Das, was man zeigen möchte, sollte sich in allen Aspekten ausdrücken, die Erzählung „aus einem Guss“ sein. Klingt banal, aber das verliert man leicht aus den Augen. Eine gute Figur etwa mag für sich genommen toll sein – so richtig zur Geltung kann sie aber nur kommen, wenn sie auf das Erzählziel abgestimmt ist.
Über Stil lässt sich streiten. Mögliche Antworten darauf, was „guter“ Stil ist, füllen bekanntlich ganze Bücher, und letztlich geht es auch darum, einen eigenen, individuellen Stil zu entwickeln. Das Feedback durch jemanden mit Erfahrung kann dabei eine gute Unterstützung sein, auch in der Frage, welcher Stil „passend“ für bestimmte Erzählziele ist.
Das ist natürlich nur ein Ausschnitt. Es gibt tausend Möglichkeiten, um die Erzählkraft eines Textes zu stärken, und jeder Text braucht einen individuellen Zugang und hat seine eigenen spezifischen Stärken und Schwächen. Ein Probelektorat hilft dabei, diese vorab einzuschätzen.
Ein erfahrener Lektor ist ein perfekter Ansprechpartner, um an diesen Themen zu arbeiten. Gemeinsam schaffen wir erzählstarke Geschichten, die Menschen berühren und begeistern.

Natürlich ist es immer sinnvoll, Probelesende an den eigenen Text zu lassen. Auch gute Probelesende können LektorInnen aber nicht ersetzen. Ganz abgesehen davon, dass Bekannte etc. oft keine Kritik aussprechen wollen, ist ein gutes Lektorat eine zeitraubende Angelegenheit. Ich habe Manuskripte bearbeitet, bei denen Hunderte Anmerkungen und Kommentare zusammenkamen. Das dauert. Je nachdem, wie viele offene Themen es gibt, kann es vorkommen, dass für einen Roman von 250 Seiten zwei Wochen Arbeitszeit für das Lektorat anfallen.
LektorInnen bieten Ihnen deshalb mit Sicherheit ein unvergleichlich detaillierteres Feedback zu Ihrem Text als Ihre Probelesenden. Auch bei Verlagen – falls man überhaupt eine Antwort bekommt – hält Kritik bei Ablehnungen sich in engen Grenzen. Wie gesagt: So etwas dauert. Zeit, die in den Verlagen üblicherweise nicht zur Verfügung steht.
Ich nehme mir diese Zeit für Ihren Roman.
Apropos „Verlag“: Eine häufige Frage ist es, ob es sich auszahlt, ein Lektorat zu beauftragen, bevor man ein Manuskript zu einem Verlag schickt. Meine Sichtweise hierauf ist pragmatisch.
Einerseits wird ein Verlag ein Manuskript eher nicht annehmen, wenn der Text wirkt, als müsse man noch viel Arbeit hineinstecken. („Viel Arbeit hineinstecken“ heißt auch: „Mit unklarem Ergebnis.“) Andererseits gibt es bei vielen Verlagen ohnehin ein Lektorat, bevor etwas zur Veröffentlichung kommt – wenn es denn angenommen wird.
Grundsätzlich: Wer direkt einen Verlag anschreiben will, braucht einen guten Pitch, ein wirksames Exposé und einen repräsentativen Textausschnitt. Im Zweifelsfall kann es Sinn machen, ein Lektorat wenigstens für diesen Textausschnitt in Anspruch zu nehmen. (Je nach Verlag sind üblicherweise 30–50 Seiten gewünscht.) Das kommt in der Praxis nicht selten vor. Pitch und Exposé kann man dann etwa gemeinsam erstellen oder diese Dinge auch bei den LektorInnen (unter gegenseitigem Feedback) anfertigen lassen.
Sehr, sehr viele Manuskripte buhlen heutzutage um die Gunst der Verlage. Ich habe schon häufig gesehen, wie Zusendungen auf oder unter Stapeln landen und auch wirklich aussichtsreiche Manuskripte versanden. Den Verlagen kann man das nicht einmal vorwerfen. Viele kalkulieren knapp – „müssen knapp kalkulieren“, sollte es lauten – und können oft nur Bücher verlegen, bei denen das Marktpotenzial sehr offensichtlich und einfach abzuschöpfen ist.
Gerade heute ist der Eigenverlag (Self-Publishing) aber oft eine attraktive Alternative. Der Buchdruck ist – auch trotz gestiegener Papierpreise – relativ günstig geworden, und für Vertrieb und Marketing sind die Schwellen in der digitalen Welt niedrig. Ich kenne Self-Publisher, die richtig gute Verkaufszahlen schaffen.
Speziell im Eigenverlag würde ich auf jeden Fall ein Lektorat für das Manuskript empfehlen.

Vorweg: Ein Lektorat kann kein Korrektorat ersetzen – und umgekehrt. Während bei der Publikation in Verlagen üblicherweise ein gesondertes Korrektorat ohnehin dazugehört, geht diese Frage im Eigenverlag etwas tiefer, denn ein zusätzliches Korrektorat wirft auch wieder zusätzliche Kosten auf.
Grundsätzlich werden LektorInnen die meisten Fehler (also Tippfehler, fehlende oder falsche Satzzeichen und dergleichen) im Zuge des Lektorats ausbessern, aber ein optimales Ergebnis schafft man fast nur mit einem zusätzlichen Augenpaar. Dazu kommt, dass auf einen Lektoratsdurchgang oft noch viele Änderungen folgen, weshalb eine professionelle Korrektur erst am Ende so richtig Sinn macht, also, wenn der Text als Ganzes „steht“.
Das Lektorat befasst sich mit Inhalten, Figuren, dem Plot etc. bis hin zum Stil eines Textes. Die Korrektur ist dann dafür da, die korrekte Rechtschreibung in einem Manuskript sicherzustellen. Im besten Falle beginnt man mit einem Lektorat und lässt den „fertigen“ Text dann erst von einer weiteren Person korrigieren. (Im professionellen Umfeld ist das der Standard. Viele Verlage machen es so, dass das Lektorat extern geschieht, die Korrektur/Qualitätssicherung dann intern gemacht wird.)
Eine günstigere Alternative ist eine automatische Rechtschreibprüfung, etwa per Duden-KI. Eine solche, zusätzlich zum Lektorat, schafft auch gute Ergebnisse, ist einer Korrektur durch menschliche Profis aber schon noch deutlich unterlegen.
Ich selbst bin spezialisiert auf das Lektorat von Romanen und generell Erzähltexten. Krimis, Fantasy, Liebesromane, psychologische Romane, Thriller uvm. Sogar Märchen waren schon dabei – in den Jahren ist hier viel zusammengekommen. Es ist wichtig, dass Manuskript und LektorIn zusammenpassen; das ist aber selten eine Frage des Genres.
Wenn Sie es gerne mit einem Profi versuchen wollen: Ob ich zu einem Manuskript passe, klärt sich für Sie recht einfach anhand eines Probelektorates. Hierzu bitte ich um einen kurzen inhaltlichen Abriss, damit ich weiß, worum es geht, und ein paar Seiten aus dem Text. Dieses – kostenfreie – Probelektorat zeigt Ihnen, wie ich arbeite, und wenn sich eine Zusammenarbeit ergibt, hilft seine Anfertigung mir beim Einschätzen der Dauer und Kosten des Lektorates.
Interesse? Melden Sie sich jederzeit gerne unter [email protected] oder meiner Telefonnummer +43 (0) 699 1107 4197. Ich freue mich auf Sie!